Wir sollen doch nicht etwa mit Lego spielen!?

So klang der Aufschrei einer Teilnehmerin in meinem ersten LSP-Workshop im März 2017. Sie fand Lego furchtbar, weil sie beim Aufräumen in den Kinderzimmer immer wieder diese eckigen Legosteine unter ihrem Fuß hatte. Das schmerzte! Sie selbst hatte nie mit Lego gespielt. Sie war ein Mädchen und Lego war für Jungs – jedenfalls zu der Zeit, als sie ein Kind war.

„Oh Gott, oh Gott! Das mache ich nicht mit! Das kann ich nicht. Das ist doch nicht Ihr Ernst!“ 

Für einen kleinen Moment musste ich kurz Innehalten und mir überlegen, wie ich mit diesem zweiten Aufschrei umgehen wollte.

Im LSP-Facilitator Training gibt es die Regel: Spätestens 5 Minuten nachdem der Workshop gestartet ist, sollten die Legosteine in der Hand sein! Das fiel mir in dem Moment wieder ein. Warum ist das aber so?

Der Auftrag

Jeder Workshop hat ein Thema, das bearbeitet werden soll und ein Ziel, das erreicht werden soll. Darauf kommt es an! Das ist meine Aufgabe und beides habe ich als verantwortungsbewusste Moderatorin vor dem Workshop geklärt. Mit meinen Auftraggebern habe ich besprochen:

  • was genau das Problem ist, 
  • was am Ende des Workshops anders sein soll, 
  • was die Veränderung bisher verhindert hat und 
  • welche Ziele mit dem Workshop erreicht werden sollen und 
  • Wer die richtigen Teilnehmer*Innen am Workshop sind.

Bevor ich diese Informationen nicht habe, starte ich nicht mit dem Workshop-Design. Ich nutze diese Daten wie einen Wegweiser für die Moderation.

Während der Auftragsklärung bekomme ich schnell eine Idee davon, welches Werkzeug und welche Methode mir am besten hilft, zum Ziel zu kommen. Manchmal nutze ich klassische Ansätze wie Powerpoint und Diskussionsrunden oder Kartenabfragen und Panels. Und in anderen Fällen fällt meine Entscheidung auf die Methode LEGO® SERIOUS PLAY®. (Nachfolgend LSP)

Im LSP-Workshop werden die Legosteine zu meinem Werkzeug. So wie in einer Kartenabfrage das vorgeformte Papier meinem Werkzeug ist. Die Kartenabfrage mit buntem Papier folgt bestimmten systematischen Spielregeln, genauso hat auch die LSP-Methode bestimmte systematische Spielregeln. Als Moderatorin setze ich diese Systematik gezielt so ein, dass die Teilnehmer*Innen schnell und sicher zu ihrem Erfolg kommen. Und dabei sind die Legosteine nur ein Werkzeug. Mehr nicht.

Mit dieser Sicherheit in meiner Rolle und in der Methode konnte ich meiner Teilnehmerin helfen. Ich konnte Ihr sagen, dass es eine gute Idee ist, sich auf die Steine einzulassen. Und obwohl ich ihr zusätzlich versprochen hatte, dass sie jegliche technische Hilfestellung bekommt, brauchte sie meine Hilfe später nicht. Ihre Fantasie und die Freude am Bauen waren für Sie genug Motivation.

Die Steine – mit all ihren Ecken und Kanten – bringen meine Kunden allerdings ganz weit in Richtung Erfolg.

Es gibt drei typische Anwendungsfälle in den ich mich entscheide, die LSP-Methode anzuwenden:

  1. Wenn meine Kunden ein hochkomplexes Thema bearbeiten wollen oder sollen.
  2. Wenn es zu viele Lösungsansätze gibt und unklar ist, was jetzt das richtige zu tun ist.
  3. Wenn es völlig neue und kreative Ansätze braucht, ein Thema zu analysieren oder drüber nachzudenken.

Die Legosteine selbst sind also nicht ganz so wichtig. Sie sind nur ein Mittel, ein Werkzeug, das ich als Moderatorin einsetze. Die Steine – mit all ihren Ecken und Kanten – bringen meine Kunden allerdings ganz weit in Richtung Erfolg. 

Wenn Sie sich als Moderator*In, als Teamleiter*In als Facilitator*In, als Lehrkraft oder Trainer*in für die LSP Methode interessieren, dann schauen Sie gerne hier. Auf unserer Webseite finden Sie nähere Informationen zur Ausbildung als LSP-Facilitator.

Die Methode LEGO®SERIOUS PLAY® hat mein Leben als Moderatorin und Consultant massiv positiv verändert! Meine Arbeit bringt mir sehr viel mehr Freude. Meinen Kunden bringt sie sehr viel nachhaltigere und konsenzfähige Ergebnisse.

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